Projekt

Gewaltpräventionsprogramm "FAUSTLOS"

FAUSTLOS ist ein für Schulen und Kindergärten entwickeltes, hochstrukturiertes und wissenschaftlich evaluiertes Gewaltpräventionsprogramm.

Aufgrund der entwicklungspsychologischen Orientierung von FAUSTLOS stehen für Kinder unterschiedlicher Altersstufen jeweils speziell zugeschnittene Materialien zur Verfügung. Das Grundschul-Programm umfasst 51 Lektionen, die über einen Zeitraum von drei bis vier Jahren durchgeführt werden. In sämtlichen Lektionen setzen sich die Kinder auf verschiedenen Ebenen mit einer breiten Palette sozialer und emotionaler Kompetenzen auseinander und erweitern so schrittweise ihr gewaltpräventives Verhaltensrepertoire.

Empathie:

FAUSTLOS versteht Empathie als ein "Set von Fähigkeiten und

Fertigkeiten", das die Fähigkeit, die Gefühle anderer wahrzunehmen, zu

verstehen und zu beantworten, einschließt. Empathie ist weder eine

Tugend, noch eine rein geschlechtstypische Charaktereigenschaft. Sie

kann zum großen Teil vermittelt werden.

Impulskontrolle:

FAUSTLOS bezieht sich hierbei im Wesentlichen auf zwei Strategien:

Interpersonelles kognitives Problemlösen und das Training sozialer

Verhaltensfertigkeiten. Problemlösen erfolgt durch die Vermittlung

systematischer Gedankenschritte, die in sozialen Situationen eingesetzt

werden. Das Training sozialer Verhaltensfertigkeiten vermittelt

Verhaltensweisen wie "sich entschuldigen" oder "mitmachen", die in

verschiedenen sozialen Situationen angewendet werden können.

Umgang mit Ärger und Wut:

FAUSTLOS zielt darauf ab, die Wahrnehmung der Auslöser von Ärger mit

dem Gebrauch positiver Selbst-Verstärkungen und Beruhigungstechniken

zu verbinden. So können Wutanfälle verhindert werden, und die Kinder

haben die Möglichkeit, über den Vorfall nachzudenken, der den Ärger

ausgelöst hat.